Ernte – DANK mit der evangelischen KiTa Oberwinter

Bereits am 15. September 18 haben wir in der sonnigen Natur mit Kindern, Eltern, KiTa Mitarbeiter/Innen und Pfarrer ein schönes Grillfest, mit leckerem Buffet, mit Spielen in fröhlicher, bunter Gemeinschaft gefeiert. Fast Alle waren gekommen, mit Geschwistern und teilweise mit Haustieren! Wir haben miteinander zur Musik des Akkordeons unseres Pfarrers gesungen und unsere KiTa Leitung Frau Bodag erinnerte an die Rechte der Kinder, die in der KiTa vorher kindgerecht besprochen worden waren. Auch das Recht auf Frieden gehört dazu. Gebastelte Tauben „schwangen in den Lüften“ und machten bewusst, wieviel Grund zur Dankbarkeit wir in diesem Punkt haben.
Am Erntedank Sonntag fand dann ein lithurgischeres Fest statt. Schon auf den Einladungsplakaten zum Familiengottesdienst war zu erkennen, dass die Evangelische KiTa Oberwinter „Unter dem Regenbogen“ mit vereinten Kräften mitwirken würde. Schon Wochen vorher war eine Geschichte ausgewählt und es wurden Lieder geprobt ,- dienstags mit dem Pfarrer-,die Geschichte wurde gelesen und gespielt, kleine Kostüme gebastelt und Einladungsplakate fertiggestellt. Aufregend!
Am Sonntag kamen die Kinder dann traditionell mit gefüllten Obst- und Gemüsekörbchen in die Kirche. Die schmunzelnde Gemeinde konnte zusehen, wie sich vier kleine und ein etwas größerer Akteur in einen Baum, einen Hasen, einen Raben, einen Igel und einen Bären verwandelten. Sie zeigten uns folgende Geschichte: An einem Bäumchen hängt der allerletzte kleine Apfel. Der Hase sieht ihn, kann aber nicht hoch genug springen, also bittet er den Raben um Hilfe. Der kann den Apfel hinunterstoßen, aber nicht festhalten und so fällt dieser auf den Igel, der mit ihm davonläuft. Der Streit ist da! Jeder will den Apfel haben! Die Tiere rufen den Bär zu Hilfe und der erkennt, dass jeder zu Recht Anspruch auf den Apfel erhebt. Einer wird gepiekt, einer an der Nase gezwickt und einer auf die Pfote getreten. Die Weisheit des Bären lautet: TEILEN und so wird der Apfel am Ende in 4 Stücke zerlegt, denn die drei erkennen, der Bär hat auch seinen Teil beigetragen, er hat sie gelehrt. Für besondere Rührung sorgten dabei kleine Episoden außerhalb der Regie.
TEILEN, dieses Thema zog sich durch den ganzen Gottesdienst, es war Teil der Predigt z.B. mit dem Hinweis auf willkürliche lineare Ländergrenzen in Arabien oder Afrika und wurde ganz konkret bei dem Lied „Wir teilen die Äpfel aus …“ Die Kinder brachten Apfelschnitze zum Schmausen zu den Gottesdienstbesuchern. Weiter heißte es im Refrain:“…wir teilen Trauer und Glück.“ Dieser Refrain war gültig für den Augenblick und kann zielweisend für unser Zusammenleben sein, wo es noch nicht gelingt. Verwurzelt und Weltoffen zu sein, beides zu vereinen für gelingendes, tatkräftiges und kontemplatives Leben, diese Sehnsucht spiegelte sich auch in der Auswahl der Lieder und Psalmen. „Wir pflügen und wir streuen“, der „evangelische Klassiker von Matthias Claudius“, „Spannenlanger Hansel – Nudeldicke Dirn“ ein humoristisches Volkslied über die Birnenernte, das fast Alle von uns noch aus der Schule kannten, angelehnt an den Psalm 150 hieß es „lobt Ihn mit euren Festen, der Kraft Eurer Hände, der Schärfe Eurer Gedanken aber auch mit Euren Fehlern, Euren Fragen, mit dem Lächeln des Augenblicks, mit dem Atem und den Worten und Klängen fremder Länder. und so wurde schließlich das Schlusslied „Ich lobe meinen Gott „ dann teilweise auch französisch gesungen.
Im Anschluss war der Ernte-Dank-Tisch von Gemeindemitgliedern im Pfarrhaus gedeckt worden, versehen mit Leckerem Selbstgebackenem und Selbstgemachten, Obst und Käse.
Wir sagen DANKE für , den Gottesdienst, die Musik, das gute Essen, die praktische Arbeit, die Organisation und Zusammenarbeit. Ganz besonders aber sagen wir DANKE für unsere Kinder, die uns anvertraut sind, auch in Zeichen guter medizinischer Versorgung ein Geschenk, um die wir uns kümmern, für die wir Sorge tragen wollen und an denen wir Freude haben.
Helga Hoffmann


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